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Über uns

Eigentlich sollte 2022 ein Jahr zum Feiern werden: 20 Jahre Studienabschluss in Kiew!

Dr. Yaroslav Parpaley, gebürtiger Ukrainer und Neurochirurg im Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus Bochum, hatte die Idee, bestehenden Kontakte zu pflegen, alte Kontakte zu erneuern und ein Netzwerk zu etablieren, um sich untereinander auszutauschen und wiederzusehen.

Und mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine kam alles ganz anders.

Was jedoch von der Idee des Netzwerks blieb, war der Wille der rund 160 Ärzt:innen (mittlerweile tätig in der gesamten Ukraine, in Europa und den USA), zusammen zu stehen und solidarisch zu sein, Hilfsbedarf zu kommunizieren und Soforthilfe innerhalb des Landes zu organisieren und gezielte ausländische Hilfe zu suchen und zu vermitteln. Das Ganze unterstützt von Freiwilligen in der Ukraine, die die oftmals für ausländische Helfer nicht möglichen Transporte übernehmen wollen und mit Genehmigung der Ukrainischen Gesundheitsbehörden.

Zunächst auf eigene Initiative startete er ein Crowdfunding-Projekt, das innerhalb weniger Tage mehrere zehntausende Euro sammeln und auch mit Unterstützung des Knappschaftlichen Krankenhausverbundes und Logistikpartnern erste Hilfslieferungen in die Ukraine bringen konnte. Das sie wirklich ankommt, zeigen die Rückmeldungen innerhalb des Netzwerks.

Schnell wurde jedoch klar, dass ein Projekt mit diesem Potential und gemeinnützlichkeitsrechtlichen und arzneimittelrechtlichen Rahmenbedingen nicht als Privatprojekt zu stemmen und zu finanzieren sein wird. Er sprach Freunde und Kollegen an, suchte sich Rat. Viele sagten ihre sofortige Unterstützung zu, einige hatten auch persönliche Verbindungen in die Ukraine.

Schnell wurde auch klar, dass eine Struktur in Form eines eingetragenen, gemeinnützig anerkannten Vereins notwendig sein würde, um Spenden annehmen und mit Krankenhäusern und anderen Organisationen in Deutschland kooperieren zu können.

Zu diesem Zeitpunkt lernten sich Dr. Yaroslav Parpaley und Jochen Jansen kennen. Jochen Jansen, Steuerberater in Bochum und tätig auch in der Beratung gemeinnütziger Einrichtungen, hatte soeben sechs weibliche Verwandte seiner Frau, einer gebürtigen Ukrainerin, bei sich aufgenommen. Sein ukrainischer Schwager, der seine Frau und drei kleine Kinder zur Grenze gebracht hatte, ist ebenfalls Arzt und kehrte wieder in sein Krankenhaus zurück. Dessen Schilderungen von Versorgungsengpässen in der Klinik, fehlenden Medikamenten und medizinischen Geräten und Material zur Erstversorgung von Patienten deckten sich mit den Schilderungen der anderen Ärzte aus dem Netzwerk.

Mit dem gleichen Zielt und den unterschiedlichen Erfahrungen und Netzwerken konnten die rechtlichen und formellen Hürden gemeinsam  – in enger Abstimmung mit den zuständigen Stellen (Finanzamt Bochum-Mitte, Notar, Amtsgericht Bochum) – in Rekordzeit genommen werden.

Allen Beteiligten ist die Unterstützung der Menschen in der Ukraine eine Herzensangelegenheit und wir danken für jede Unterstützung.